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Tanzende Titanen

Die neuen Martin Titanium Core Strings
Titan – schon der Name hört sich titanisch an. Dieses Metall ist teuer, aber ausgesprochen stabil und gleichzeitig flexibel. Zudem ist es korrosionsbeständig, reagiert also kaum mit Feuchtigkeit. Ein ideales Material, um daraus Saiten herzustellen, oder? Martin Guitars hat nun tatsächlich diesen Weg beschritten. Die neuen „Titanium Core Strings“ besitzen – die der Name schon sagt – einen Kern aus Titandraht. Dieser ist rund, erlaubt also einen sehr engen Kontakt des Wickeldrahts mit diesem Kern. Für die beiden hohen, blanken Saiten wird übrigens kein Titan, sondern rostfreier, kryogenisch behandelter (also sehr tiefgefrohrener) Stahl benutzt.

Rostet nicht
Ungewöhnlich für eine Akustiksaite ist jedoch nicht nur dieser Kerndraht, sondern auch das Material, das zum Umwickeln benutzt wird. Es handelt sich um reines Nickel, ein Material, welches eher von E-Gitarren-Saiten bekannt ist. Allerdings gibt es die heutzutage üblichen Bronze- und Phosphor-Bronze-Saiten erst seit ein paar Jahrzehnten, so dass eine Nickel-Saite den Sound der frühen Steelstring-Gitarren beschwört – nicht die schlechteste Referenz! Zudem handelt es sich bei Nickel um ein so genanntes ferromagnetisches Metall. Man kann also auch einen magnetischen Tonabnehmer benutzen. Und schließlich ist auch Nickel für seine Korrosionsbeständigkeit bekannt.
Ein deutlicher Unterschied zu herkömmlichen Saiten stellt das Gewicht von Titan dar. Es ist leichter als Stahl, so dass sich die daraus gemachten Saiten lockerer spielen lassen. Zudem sind sie nicht nach Stärke eingeordnet, sondern nach Spannung. Eine Titan-„light tension“-Saite entspricht in etwa einer „light gauge“-Saite. Give it a try – dieser spezielle ist Sound sonst nirgends zu bekommen! Außerdem halten die Titan-Saiten eine gefühlte Ewigkeit, was den höheren Preis bei weitem aufwiegt.


Jetzt werden andere Saiten aufgezogen!
Saitenwechseln leicht gemacht

Saiten – das ist ein Thema, das viele von uns vernachlässigen, oft auch sträflich. Wie oft sieht man Gitarren, deren Saiten lange Zeit nicht gewechselt wurden. Und „lange Zeit“ bedeutet manchmal „Jahre“. Solche Saiten sind häufig verrostet und klingen völlig dumpf. Außerdem sind sie fernab jeglicher Intonation, sie lassen sich also nicht einmal mehr genau stimmen. Dabei kann man seinem persönlichen Sound und seiner Spielfreude kaum besser auf die Sprünge helfen als mit einem Satz neuer Saiten.

Hauptsache frisch
Seien es die bekannten Bronze- oder Phosphor-Bronze-Saiten (gerne auch in der langlebigen Lifespan-Ausführung von Martin), eine Nickel-Saite oder gar die neuen Martin „Titanium Core“-Saiten – ein Satz frischer Saiten tut nicht nur dem Sound und der Intonation, sondern auch den Fingern gut. Nicht zuletzt gewinnt die Optik, denn „aged“ oder „relic“ mag bei einer Gitarre cool aussehen, aber abgespielte, stumpfe, versiffte oder rostige Saiten sind einfach nur eklig.
So ein Saitenwechsel ist schnell gemacht – und noch schneller, wenn man sich an die folgende Anleitung hält. Wichtig für einen flotten Wechsel ist zum einen eine Saitenkurbel (die sollte man sich unbedingt gönnen) und zum anderen Saiten, die sich auch leicht von dem Mechanikachsen entfernen lassen (Deswegen sollte man sie auch beim Aufziehen keinesfalls mehrfach durch das Loch der Achse führen). Man kann übrigens bedenkenlos alle Saiten gleichzeitig entfernen, sofern man sie herunter stimmt und nicht einfach durchzwickt.

Sanfte Gewalt für gute Stimmung
Und so funktioniert die schnellste Methode, die ich kenne: Die neuen Saiten werden durch die Löcher der Bridge gesteckt und mit den Pins fixiert. Die Ballends müssen auf der Unterseite der Bridgeplate anliegen – das kann man durch das Schallloch ertasten. Dann werden die Saiten bis zu den Mechaniken gezogen und dort im rechten Winkel abgeknickt. Die richtige Länge haben sie, wenn man diesen Knick eine Mechanikache nach der eigentlichen Mechanik macht. So wird die E-Saite bis zur A-Mechanik geführt. Die D- und die G-Saite führt man bis zum Kopfplattenende. Das entspricht in etwa dem nötigen Abstand.
Nun schneidet man die abgewinkelten (!) Enden auf etwa sieben bis zehn Millimeter Länge ab. Man kann alle auf einmal abschneiden, was wiederum Zeit spart – vorher sollte man jedoch unbedingt noch mal überprüfen, ob auch wirklich jede Saite die nötige Länge besitzt. Nun steckt man sie durch das Mechanikloch und wickelt sie auf. Dabei wird die erste Wicklung über das Saitenende, die nächsten darunter geführt, was die Saite festklemmt. Wenn man sie nun nach dem Stimmen ein paar Mal gefühlvoll dehnt und immer wieder nachstimmt, „setzt“ sich die Wicklung auf der Mechanikachse, und die Saite behält die Stimmung.

Neues Es Sheeran ÷ Signature Modell eingetroffen 

Endlich ist sie da: Das Ed Sheeran ÷ Signature Modell! Hier findet ihr die Meldung noch mal in kompakter Form. Und hier könnt ihr lesen, wie er mit seiner Gitarre seinen speziellen Sound erzeugt. Schon vorab: Es ist keine Hexerei ... nur verdammt viel Übung!