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Nussbaum: das neue Palisander?

Dreadnought und Grand Performance in Black Walnut
Alternativen zu finden – das ist es, was Martin Guitars antreibt, immer wieder mit ungewöhnlichen Tonhölzern zu experimentieren. Und das nicht erst seit den CITES-Bestimmungen, die den Handel mit Palisanderhölzern reglementieren, denn das ist nur ein weiterer Hinweis darauf gewesen, dass die Ressource Holz speziell aus den tropischen Wäldern limitiert ist.

Schöner Sound aus eigenen Wäldern
Einheimische Hölzer sind die Gewinner dieser Situation. In Amerika kann man beispielsweise auf schöne Bestände der amerikanischen Schwarznuss (Juglans nigra, Black Walnut) zurückgreifen. Aus diesem Holz fertigt Martin zwei neue Modelle: die DE Black Walnut Ambertone und die GPCE Black Walnut Ambertone.

Weich und ausgewogen
Schon optisch ist dieses dunkle Holz mit seiner attraktiven Maserung eine interessante Alternative zu Palisander. Aber auch klanglich kann es punkten: Die Klangprojektion wird von Martin beschrieben mit „zwischen Mahagoni und Palisander liegend, aber mit einem Schuss Koa“. Das betrifft speziell die Bässe, die weich und ausgewogen tönen. Der Gesamtsound ist transparent, offen und dynamisch. Die Instrumente „sprechen“ mit einer eigenen Stimme.

Qual der Wahl
Das Modell DE Black Walnut Ambertone, eine Dreadnought, liefert hierbei bauartbedingt die dickeren Bässe. Hier ist nicht nur der etwas größere Korpus am Start, auch der Verzicht auf ein Cutaway macht sich durch das größere Korpusvolumen bemerkbar. Die GPCE Black Walnut Ambertone bietet dafür einen ausgewogeneren Gesamtklang und ist für Solisten die erste Wahl, da sie die hohen Lagen durch das Cutaway wesentlich leichter erreicht werden können. Ansonsten sind beide Modelle praktisch identisch.

Kann auch Percussion
Die in einem warmen Farbton getönte, massive Fichtendecke ist mit einem „forward shifted x-bracing“ versteift, das zudem „scalopped“ ausgeführt ist. Das kommt dem voluminösen, weichen Gesamtsound zugute. Um diesen auch auf der großen Bühne hörbar machen zu können ist ein Fishman Matrix VT Enhance Pickupsystem eingebaut. Wer es noch nicht kennt: Hier arbeitet neben dem „normalen“ Pickup unter der Stegeinlage ein weiterer Tonabnehmer, der direkt auf der Bridgeplate montiert ist. Dieser überträgt speziell die Deckenschwingungen und ist somit prädestiniert, bei Percussion- und Klopftechniken eingesetzt zu werden.

Martin 000RSG mit Siris-Korpus

Vollmassiv und doch preiswert – diesen Spagat schafft Martin mit der zu Recht populären Road Series. Möglich wird dies durch den Verzicht auf aufwändige Einlagen oder hochexklusive Hölzer. Nicht gespart wurde hingegen bei den inneren Werten, also bei der Konstruktion, der Verarbeitung und letztlich dem Sound. 

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Das plek-Verfahren unter der Lupe

Ein sagenumwobenes Verfahren gibt es da, sagen die einen, während andere nie davon gehört haben. Es geht um das Wörtchen „plek“. Zwar ist es im Duden nicht zu finden, wohl aber in den Spezifikationen der meisten Martin-Gitarren, unter anderem bei sämtlichen Instrumenten der Standard Series. Was hat es damit auf sich?

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